Gericht im Spielhaus

Ehrang-Quint, Stadt Trier Kyllstraße
Beschreibung
Das Spielhaus diente in Ehrang als Gerichtshaus. vermutlich bereits vor 1518, der ersten urkundlichen Erwähnung: "in dem Spillhauß obgenennten Dorffs Eranck". Seine kleine Arrestzelle hieß im Volksmund Speckkämmerchen. Vor dem Hause stand der Pranger mit Halseisen.
[...]
Der Einmarsch französischer Revolutionstruppen (1794) und die Eingliederung unserer Heimat ins französische Staatsgebiet und Rechtswesen beendete die Tätigkeit der Hoch- und Dorfgerichte. Ehrang kam nun zum Friedensgericht des Kantonshauptorts Pfalzel. Seit preußischer Zeit (1815) sind die Gerichte erster Instanz in Trier zuständig.
[...]
Erstmals ist das Spielhaus am 18. Mai 1518 als "Spillhauß" erwähnt, stand also schon einige oder längere Zeit vorher. es wurde unter Kurfürst von der Layen (gest. 1567), dessen Wappen es bekam, um- oder neugebaut.

Kurz nach 1860 wurde das Spielhaus abgerissen. an seinem Platz ließ die Gemeinde ein Waschhaus bauen. [1]

Einordnung
Kategorie:
Geschichte / Rechtsdenkmale / Gerichtsgebäude
Zeit:
1518
Epoche:
Renaissance

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.685344
lat: 49.809674
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet
http://www.ehrang.de/

Datenquellen
[1] Werner Schuhn: Ehrang. Landschaft, Geschichte, Gegenwart. 2 Bände. Trier 1989. Hrsg.: Arbeitsgemeinschaft für Landesgeschichte und Volkskunde des Trierer Raumes.


Stand
Letzte Bearbeitung: 08.12.2006
Interne ID: 11661
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=11661
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