Sankt Brictius (1)

Oberstedem, Gemeinde Oberstedem Hauptstraße
Beschreibung
Das Patrozinium verweist darauf, daß in Oberstedem wohl schon vor der ersten Nennung Stedems im Prümer Urbar von 893 eine Kirche bestand.

Der heutige Kirchbau entstand auf Betreiben der Bevölkerung im Jahr 1952 im Ortskern, nachdem der zu klein gewordene Bau von 1808, der an anderer Stelle, am alten Friedhof, gestanden hatte, abgebrochen wurde. Der Neubau ist ein Werk des Architekten Johann Jegen, Speicher. Dem schlichten Saalbau von drei Jochen ist ein Westturm mit Spitzhelm vorgelegt. Der stark eingezogene Chor schließt dreiseitig. Mit ihren rundbogig endenden Öffnungen ist die Kapelle an barocken Vorbildern orientiert und zeigt eine für die Bauzeit erstaunlich konservative Gesinnung.

Das Innere des flachgedeckten Saales birgt einen neugotischen Baldachinaltar mit noch original gefassten Terrakotta-Plastiken der Muttergottes und desJosef vom Ende des 11. Jahrhunderts, eine gotische Holzmadonna mit Jesuskind aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts und eine barocke Steinfigur des Kirchenpatrons in Pontifikaltracht. [1]

Einordnung
Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Jegen, Johann
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
1952
Epoche:
20. Jahrhundert

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.507163
lat: 49.930249
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet
http://www.bitburgerland.de/index.php?id=304

Datenquellen
[1] Michael Berens: Die Kirchen und Kapellen des Bitburger Landes. Beiträge zur Geschichte des Bitburger Landes. Sondernummer 8/9 1992. Fotos: Heinz Drossard. http://www.gak-bitburg.de/bericht/Heft_8_9.pdf

Bildquellen
Bild 1: © Helge Rieder, Konz, 2003
Bild 2: © Helge Rieder, Konz, 2003

Stand
Letzte Bearbeitung: 16.12.2003
Interne ID: 1656
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=1656
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