Jesuitenkirche - Spee-Gruft

Mitte-Gartenfeld, Stadt Trier Jesuitenstraße
Beschreibung
[...] Die Gruft selbst ist ein tonnengewöbter Raum von ca. 8 m Länge, 4 m Breite und 2,70 m in Scheitelhöhe. Ein dort befindlicher, aus dem Gräberfeld von Trier / Sankt Maximin herbeigeschaffter spätantiker Steinsarkophag enthält die sterblichen Überreste Friedrich Spees. Der berühmte Jesuitenpater lebte von 1610 – 1612 als Novize sowie von 1632 – 1635 als Professor der Moraltheologie in Trier. Bei der Pflege pestkranker Soldaten, die im Zuge des Dreißigjährigen Krieges die Stadt umkämpften, infizierte er sich und verstarb am 7. August 1635. Am gleichen Tag wurde er in der Gruft unter der Jesuitenkirche bestattet. Das Gewölbe über seinem Grab zeigt noch heute die in Ruß angebrachte Inschrift "P. Fre. Spe". Anatomische Untersuchungen am Skelett, insbesondere am Schädel, bestätigen die Zuweisung der Gebeine zur Person Spees. [1]

Im Zusammenhang mit der Errichtung des Kolleggebäudes (1610/14) wurde im südlichen Bereich der Kirche eine Krypta gebaut. Diese befindet sich unmittelbar unter dem jetzigen Südchor und sollte den in Trier lebenden Jesuiten als Grabstätte dienen. Es wurden zischen 1628 und 1773 circa 250 Bestattungen dort vorgenommen. Der berühmteste hier ruhende Jesuit ist der am 7. August 1635 verstorbene Friedrich Spee (1591-1635), Bekämpfer des Hexenwahns und der Verfasser der Trutznachtigall. Ihm zu Ehren trägt die Krypta heute den Namen Spee-Gruft. [2]

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
Um 1610
Epoche:
Renaissance

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.640685
lat: 49.753440
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet
http://www.ps-trier.de/unser_haus/geschichte/jesuitenkirche.aspx

Datenquellen
[1] Jesuitenkirche Trier. Paulinus Verlag, Trier. ISBN 978-3-7902-1632-5 www.paulinus.de
[2] Homepage Priesterseminar Trier http://www.ps-trier.de/Default.htm

Bildquellen
Bild 1: © Diana Wuytack, 2012.
Bild 2: © Diana Wuytack, 2012.
Bild 3: © Diana Wuytack, 2012.
Bild 4: Stefan Kühn http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Stefan_K%C3%BChn/gallery
Bild 5: Stefan Kühn http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Stefan_K%C3%BChn/gallery
Bild 6: Stefan Kühn http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Stefan_K%C3%BChn/gallery

Stand
Letzte Bearbeitung: 14.08.2017
Interne ID: 17860
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=17860
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