Reste der Hindenburgbrücke

Igel, Gemeinde Igel

Beschreibung
Die Hindenburgbrücke, die offiziell keinen Namen trug, war eine Eisenbahnbrücke über die Mosel zwischen Wasserliesch und Igel; der Volksmund hatte sie schon bald nach ihrer Inbetriebnahme nach dem Generalfeldmarschall und späteren Reichspräsidenten Paul von Hindenburg benannt. Die 1912 in Betrieb genommene Brücke ist am Ende des Zweiten Weltkrieges mit großer Wahrscheinlichkeit von der Wehrmacht gesprengt und danach nicht wiederaufgebaut worden.

Die Fachwerkbrücke mit einer Länge von 221 m war ein Teil der Güterzugstrecke Ehrang - Trier Hbf - Karthaus - Igel, die damals zusammen mit den Gleisen der Moselstrecke Koblenz - Perl zwischen Trier Hbf und Karthaus eine viergleisige Verbindung bildete. Sie sollte die bereits seit 1861 bestehende und nur etwas über einen Kilometer weiter moselabwärts gelegene Konzer Moselbrücke entlasten. Ausgelöst durch das erhöhte Transportaufkommen mit Inbetriebnahme der Eifelstrecke 1871 und der Moselstrecke 1879 kam es 1907 zu Überlegungen, das umständliche Nachschieben der schweren Züge vom Verschiebebahnhof Konz-Karthaus über die bestehende Moselbrücke zu beenden. Am 20. April 1912 wurde die so genannte Hindenburgbrücke eröffnet. Die schweren Kohlen- und Kokszüge benutzten nun auf der Strecke Konz–Igel ausschließlich die neue Eisenbahnbrücke.

Nach der Zerstörung im Februar 1945 wurde 1953 entschieden, die Brücke nicht wieder aufzubauen. Die Umstände ihrer Zerstörung, ob durch die Wehrmacht gesprengt oder durch einen alliierten Luftangriff bombardiert, sind nicht genau bekannt. Die Überreste der Flusspfeiler wurden im Zuge der Moselkanalisierung 1960 entfernt. Nur auf der Igler Seite ist noch ein Teil des Zubringerdamms mit mehreren aus Ziegelsteinen gemauerten Brückenbögen erhalten geblieben. [1]

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Technische Bauten und Industrieanlagen / Eisenbahnverkehr
Zeit:
1912
Epoche:
Historismus / Jugendstil

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.559155
lat: 49.702795
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Unter der Fels

Internet
https://www.gemeinde-igel.de/

Datenquellen
[1] Seite "Hindenburgbrücke (Mosel)". In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11. Januar 2011, 09:08 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hindenburgbr%C3%Bccke_(Mosel)&oldid=83741511 (Abgerufen: 20. August 2011, 09:51 UTC)

Bildquellen
Bild 1: Seite „Hindenburgbrücke (Mosel)“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie
Bild 2: US-Air Force Seite „Hindenburgbrücke (Mosel)“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie
Bild 3: Holger Weinandt Seite „Hindenburgbrücke (Mosel)“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie
Bild 4: © Helge Rieder, Konz, 2011.
Bild 5: © Helge Rieder, Konz, 2011.
Bild 6: © Joachim Leskien, Ralingen, 2019.

Stand
Letzte Bearbeitung: 10.12.2019
Interne ID: 23434
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=23434
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