Ehemalige Synagoge

Butzweiler, Gemeinde Newel Ramsteiner Weg 17
Beschreibung
Die Synagoge wurde 1892 erbaut. Sie stand mit dem Ostgiebel zum Ramsteiner Weg. Der Synagogenbezirk war mit einer halbhohen Mauer, auf der ein Eisengitter befestigt war, umgeben. Die Synagoge wurde als einfacher Rechteckkörper mit geneigtem Dach (38 - 40 Grad steil) in Sandsteinbruchmauerwerk erstellt, verputzt und weiß gekalkt. Als fassadengliedernde Elemente fanden sich in Sandstein gefasste Rundfenster und Rundbogenfenster, ein umlaufender in Sandstein gefertigter, leicht zurückspringender Sockel und ein profiliertes Traufgesims. Die Fenster, mit Sprossenteilung und klarem Glas, wurden mittels Sandsteingewänden eingefasst. An der Gebäudeecke der West-, Nordansicht war die Judenschule angebaut. Die Judenschule war unterkellert, eingeschossig, ein Raum tief und zeigte in Firstrichtung den Schulraum und das anschließende Lehrerzimmer. Sie wurde über den Vorplatz der Synagoge über eine einläufige Blockstufentreppe erschlossen. Die Westansicht war symmetrisch gegliedert und zeigte in der mittigen Achse die, zwei - drei Stufen über Oberkante Pflasterbelag gelegene zweiflügelige Eichentür mit Oberlicht und das im unteren Drittel des Giebelfensters gelegene, in Sandstein gefasste Rundbogenfenster. Die Ostansicht war ebenfalls symmetrisch gegliedert und zeigte Ähnlichkeit mit der Wawerner Synagoge. Im Gebäudeinneren befand sich links neben dem Eingang eine hölzerne Treppe, die zur L-förmigen Empore führte. Der Sakralraum wurde von einer tonnenförmigen Decke überwölbt.

Am 10. November 1938 wurde der Innenraum zerstört. Bevor das Gebäude zum heutigen Wohnhaus umgebaut wurde, unterlag es unterschiedlicher Nutzung. [1]

Einordnung
Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Schergen (Maurermeister), Beßlich.
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Synagogen
Zeit:
1892
Epoche:
Historismus / Jugendstil

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.62098
lat: 49.81675
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet
http://www.heimatverein-butzweiler.de/

Datenquellen
[1] Robert Reichard / Thomas Heidenblut: Synagogen im Landkreis Trier-Saarburg. 2000

Bildquellen
Bild 1: Sammlung Klaus Pauli, Butzweiler
Bild 2: © Peter Valerius, Kordel, 2015.
Bild 3: © Peter Valerius, Kordel, 2015.
Bild 4: © Peter Valerius, Kordel, 2015.
Bild 5: © Willi Körtels

Stand
Letzte Bearbeitung: 07.09.2015
Interne ID: 2508
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=2508
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