Unterste Katzenbach
Herkunft des Namens Katzenbach
Dahlem, Gemeinde Spangdahlem
Beschreibung
Der Katzenbach verbindet den Spanger Bach mit dem Saalholzwald.
Erste Nennungen des Katzenbach finden sich sowohl in den Regesten des 12. und 13. Jahrhunderts,als auch in den Akten der Abtei Himmerod. Historisch dürfte der Name auf die Gründerzeiten des Ortsteiles Dahlem der Ortsgemeinde Spangdahlem zurück zu führen sein.
Nach Abzug der Römer übernahmen die Franken die Eifel. Aus Hessen folgten ihnen die Chatten, die vorwiegend an der Ahr und im Maifeld siedelten. Villa Dalon gehörte zu Wanolon (Wehlen), das im Übergangsbereich der Völker lag. In der Eifel trafen die Chatten auf die Ripuarier (Köln). Chatten und Ripuarier bildeten die Basis Völkergruppe der fränkischen Eifel. Während der Sachsenkriege standen die Chatten fest zu Karl dem Großen (772-804 n.Chr.) Große Landesteile wurden an Chatten verlehnt. Eine der Schwerpunkte der Chatten war die Kalkeifel. In Spangdahlem und Umgebung gab es Kalk. An der Katzenbach wurde Kalk gebrannt. Einer der Lehnsherren wurde Graf Sigar aus Hessen. Sigar war Chatte (gesprochen „Katte“). Er besaß anscheinend Hildegardistal (benannt nach der Königin Hildegardis) und das „Chatten-Tal“. Eben jenes Tal (= Katten-Tal) in dem die Chatten Kalk brannten. Der Besitz von Villa Dalon, einem einstigen römischen Gutshof, der zu Graf Sigar gehörte und von einem gewissen Maiolo verwaltet wurde, ging nach dessen Tod in das Lehen des Ripuarier Grafen Matfried II über. Dieser vergab das Lehen weiter an seinen Vasallen Otbert und dessen Ehefrau Hildegardis, die anscheinend mit dem Königshaus verwandt war. So kam es zur Erstbeurkundung Spangdahlems im Jahre 867 nach Chr. Das Chatten-Tal gehörte zu Dahlem (Villa Dalon) und wurde mitverlehnt. Aus dem „Chatten-Bach-Tal“ (gesprochen „Kattenbach-Tal“) wurde mit der Zeit das „Katzenbach-Tal“. [1]
Einordnung
Kategorie:
Geschichte /
Flurnamen /
Zeit:
12. und 13. Jahrhundert
Epoche:
Frühmittelalter / Romanik
Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.680687
lat: 49.994877
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Unterste Katzenbach
Internet
https://www.youtube.com/@keltentrevererundromer-xk3zp
Datenquellen
[1] Günter Leers, Spangdahlem, 2026.
Regesten, Urkundenbuch der Geschichte, Kurt Böhner, Steinhausen, Archäologische Inventarlisten und KI-Recherchen.
Stand
Letzte Bearbeitung: 25.05.2026
Interne ID: 57644
ObjektURL:
https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=57644
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